Barrierefreie PDF-Dokumente – Das Buch

Hervorgehoben

Ende Mai 2019 ist im » dpunkt.verlag unser Praxishandbuch für den Arbeitsalltag erschienen:  »Barrierefreie PDF-Dokumente erstellen«. Mit jeweils einem großen Einführungsteil für Hintergründe und Theorie und einem umfangreichen Praxisteil mit zahlreichen Beispielen zur Umsetzung in Adobe InDesign und Microsoft Office/LibreOffice.

Buchumschlag "Barrierefreie PDF-Dokumente erstellen". Im oberen Teil sind zwei stark vergrößerte grüne Ampelmännchen abgebildet. Darunter der Buchtitel, Autoren und Verlag.
Das Buch von Klaas Posselt (einmanncombo, Berlin) und Dirk Frölich (PC & EDV Support, Köln) hat 614 Seiten, komplett in Farbe, und kann direkt beim » Verlag, bei dem Buchhändler oder der Buchhändlerin Ihres Vertrauens (ISBN Print: 978-3-86490-487-5) und über die üblichen Onlineshops bezogen werden. Buchpreis: 46,90 € (D).

Neben der Printausgabe gibt es das Buch auch als barrierefreies PDF (ISBN PDF: 978-3-96088-771-3) und eBook (ISBN ePub: 978-3-96088-772-0, ISBN mobi: 978-3-96088-773-7)

Beschreibung

Ausschreibungen zur Erstellung von Layouts und Druckvorlagen, insbesondere durch öffentliche Auftraggeber*innen enthalten immer öfter die Forderung nach zusätzlicher Lieferung barrierefreier PDFs. Allerdings fehlt vielen Beteiligten in den Produktionsprozessen das entsprechende Wissen, um diese Anforderung erfüllen zu können.
Teil eins des Buches erläutert die relevanten gesetzlichen Bestimmungen sowie die technischen Grundlagen. Zahlreiche Praxisbeispiele zeigen die Probleme von Nutzer*innen mit Einschränkungen und welche Unterstützung barrierefreie PDFs leisten können. In Teil zwei geht es um die praktischen Umsetzung vor allem in Adobe InDesign und Microsoft Word und die abschließenden Prüfung der Dokumente. Hierfür stehen Arbeitsdaten als begleitende Materialien zur Verfügung. So lernen die Leser*innen auf der Basis fundierter Kenntnisse, barrierefreie PDF-Dokumente in den Standardapplikationen zu erstellen.

Zielgruppe

  • Behörden, Verbände
  • Satzbetriebe, Agenturen
  • Kreative in Grafik, Design
  • Studierende und Auszubildende

Webseite zum Buch

Wir haben eine Webseite zum Buch erstellt, » barrierefrei-publizieren.de, auf der Sie zahlreiche Leseproben, ein Einführungsvideo und eine Bildergalerie mit einem Blick ins Buch finden.

Ebenfalls finden sich dort alle Beispiel- und Übungsdateien, Checklisten und Hilfen aus dem Buch zum Download sowie Rezensionen, Ergänzungen und Korrekturen.

Zusatzinformationen, Links und weiterführendes Material werde ich auch zusätzlich auf meiner Website » df-edv.de veröffentlichen.

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PDF Days Europe 2018

pdfa.org LogoDrei Tage PDF Days und Post-Conference sind erfolgreich zu Ende gegangen. Nach dem „Jubiläums-Rückblick“ auf 25 Jahre PDF und 10 Jahre ISO-Standard waren die klassischen Themen um Rendering, Scanning und Druckvorstufe ebenso wie zukünftige Entwicklungen von 3D PDF, Open Data, Blockchain und PDF 2.0 auf der Agenda.  Und selbstverständlich waren auch dieses Jahr die Themen rund um Tagged PDF, PDF/UA und barrierefreies PDF wieder stark im Fokus. Auch auf der Post-Conference befassten sich dann zwei von vier Slots: „PDF Accessibility Best Practices“ (axes4, df-edv, u.a.) und „Barrierefreiheit für designlastige Publikationen – mit InDesign & MadeToTag“ (einmanncombo, axaio) mit dem barrierefreien publizieren von PDF-Dokumenten.

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Barrierefreie Tabellen in PDF-Dokumenten

Teil I/III: PDF-Dokumente mit Word erstellen

In einer kleinen Reihe von Videos geht es um das Thema barrierefreier Tabellen in PDF-Dokumenten. Teil 1 behandelt die Erstellung von PDF-Dokumenten mit Word 2016 / 365. Gezeigt werden für den PDF-Export relevante Einstellungen bei den Word-Tabellen und die anschließende Prüfung mit dem PDF Accessibility Checker (PAC 3.0).

Die Teile 2 und 3 der Reihe behandeln dann die Fehlerkorrektur mit Adobe Acrobat sowie mit axesPDF QuickFix und folgen in den kommenden Wochen:

Siehe:

PAC 3.0: Prüfung von PDF Dokumenten auf Barrierefreiheit. Jetzt auch in deutscher Sprache.

Bildschirmfoto des PDF Accessibility Checkers PAC 3.0Zur Prüfung von PDF-Dokumenten auf Barrierefreiheit ist das kostenfreie Tool „PDF Accessibility Checker“ (PAC) der Stiftung Zugang für alle seit vielen Jahren ein unverzichtbares Helferlein.

Seit der Version 2.0 wird mit PAC der ISO-Standard PDF/UA (PDF Universal Accessibility) angewendet und die maschinell prüfbaren Fehlerbedingungen des sogenannten Matterhorn-Protokolls getestet. Das Matterhorn-Protokoll besteht aus 31 Prüfpunkten mit insgesamt 136 Fehlerbedingungen, welche die in PDF/UA-1 definierten Anforderungen an das Dateiformat präzisieren. 87 dieser Fehlerbedingungen können durch ein Programm geprüft werden. 47 Fehlerbedingungen erfordern die interaktive Bewertung durch einen menschlichen Prüfer und werden somit auch nicht von PAC berücksichtigt.

Neben dem PDF/UA-Standard gibt es auch noch die internationale Richtlinie für barrierefreie Web-Angebote Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0) oder die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, BITV 2.0). Zwar gibt es sehr weitreichende Überschneidungen, aber weder die WCAG noch die BITV werden von PAC unterstützt und erfordern somit auch weitere Prüfungen. Weiterlesen

Windows – Neue Sprache für Screenreader NVDA

Logo NVDABei der Entwicklung von Webseiten oder der Veröffentlichung von PDF-Dokumenten sollte der barrierefreie Zugang zu den Inhalten gewährleistet sein. Standards wie beispielsweise die WCAG (» Web Content Accessibility Guidelines) oder PDF/UA (» PDF Universal Accessibility) bieten hierfür die inhaltliche Grundlage.

Ob Ihre Dokumente oder Webseiten für sogenannte „Assistive Technologien“ wie Sprachausgabe oder Brailleschrift zugänglich sind, sollte auch mit einem ScreenReader getestet werden. NVDA steht als kostenfreies Open Source Projekt zur Verfügung und ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen den Zugang zu den Computerninhalten. NVDA kann nach dem Download (» NonVisual Desktop Access) dauerhaft installiert oder direkt und ohne Installation – auch auf einem USB-Stick – gestartet werden. Die dauerhafte Installation hat den Vorteil, dass auch Systemmeldungen von Windows vorgelesen werden können und ein Benutzerhandbuch zur Verfügung steht.

Standardmäßig wird die freie Sprachausgabe eSpeak genutzt, die allerdings für ungeübte Nutzer*innen zumindest gewöhnungsbedürftig ist.

Von Hedda vorlesen lassen

Für Windows (ab Version Vista und höher) kann die Microsoft Speech Platform – Runtime (» Download) und als passende Sprecherin „Hedda“ (» Download:  MSSpeech_TTS_de-DE_Hedda.msi) installiert werden, die sich deutlich natürlicher anhört.

Nach der Installation der SpeechPlatformRuntime und des MSSpeech-Sprachpaket Hedda muss der PC einmal neu gestartet werden. Starten Sie NVDA und passen Sie nun die Sprachausgabe an. Rufen Sie hierfür das NVDA-Menü mit der rechten Maustaste auf das NVDA-Symbol im Systembereich von Windows, oder über die Tastenkombination [Einfg] + [N] auf. Über dieses Menü kann NVDA auch wieder beendet werden.

Über den kleinen Pfeil im Systembereich von Windows und dann mit der rechten Maustaste auf das NVDA-Symbol kann das Menü geöffnet werden.Über den Menüpunkt Einstellungen > Sprachausgabe öffnet sich das Dialogfeld zur Auswahl der Microsoft Speech Platform.

Dialogfeld Sprachausgabe mit Auswahl der Sprachausgabe "Microsoft Speech Platform"

Anschließen kann über die Einstellungen > Stimmeinstellungen „Hedda“ als Stimme ausgewählt und bei dieser Gelegenheit auch direkt die Geschwindigkeit der Sprachausgabe individuell eingestellt werden.

Dialogfeld Stimmeinstellungen mit Auswahl der "Microsoft Server Speech Text to Speech Voice (de-DE, Hedda)

Hiermit haben Sie nun eine deutlich angenehmere Sprachausgabe für den Test von Webseiten oder barrierefreier PDF-Dokumente. So können die Semantik, Struktur oder auch Alternativtexte auf angenehmere Art und Weise angehört werden. Die Frage eines korrekten „Sprachwechsel“ kann – im Gegensatz zu korrekten Überschriften oder Listen – hiermit allerdings noch nicht beurteilt werden.

PDF 2.0 & »Next-generation PDF«

PDF Days Europe, Mai 2017 in Berlin

Titel der Programmbroschüre

Die diesjährigen PDF Days standen unter dem Motto: „The future of PDF begins Here – PDF 2.0 and next-generation PDF“. Neben den klassischen Themen rund um die verschiedenen PDF-Standards wie PDF/A (Archivierung) oder PDF/X (Druckvorstufe), sind vor allem der in Kürze erscheinende neue PDF-Standard ISO 32000-2:2017 (PDF 2.0) und barrierefreie PDF (PDF/UA) im Fokus. Weiterlesen

InDesign CC 2015 – März 2016

LogoEine Kleinigkeit, die wieder zwei Mausklicks spart. In dem März-Update von InDesign CC gibt es zwei neue Optionen für die Barrierefreiheit. Im Dialogfenster des PDF-Export gibt es im Bereich „Advanced“ zwei neue Menüpunkte unter „Accessibility Options“:

  • Titel anzeigen: Wählen Sie aus, welche Elemente in der Titelleiste der Anwendung, die Ihre PDF-Datei öffnet, angezeigt werden sollen,
  • Sprache: Wählen Sie die Sprache für die exportierte PDF-Datei aus.

Dies entspricht den bisher manuell zu setzenden Optionen in Adobe Acrobat unter Datei – Eigenschaften, Register „Ansicht beim öffnen“ (Fensteroptionen, Einblenden) und Register „Erweitert“ (Leseoptionen, Sprache). Das axaio-InDesign-Plugin „MadeToTag“ kann dies auch schon seit längerer Zeit.