PAC 3.0: Prüfung von PDF Dokumenten auf Barrierefreiheit. Jetzt auch in deutscher Sprache.

Bildschirmfoto des PDF Accessibility Checkers PAC 3.0Zur Prüfung von PDF-Dokumenten auf Barrierefreiheit ist das kostenfreie Tool „PDF Accessibility Checker“ (PAC) der Stiftung Zugang für alle seit vielen Jahren ein unverzichtbares Helferlein.

Seit der Version 2.0 wird mit PAC der ISO-Standard PDF/UA (PDF Universal Accessibility) angewendet und die maschinell prüfbaren Fehlerbedingungen des sogenannten Matterhorn-Protokolls getestet. Das Matterhorn-Protokoll besteht aus 31 Prüfpunkten mit insgesamt 136 Fehlerbedingungen, welche die in PDF/UA-1 definierten Anforderungen an das Dateiformat präzisieren. 87 dieser Fehlerbedingungen können durch ein Programm geprüft werden. 47 Fehlerbedingungen erfordern die interaktive Bewertung durch einen menschlichen Prüfer und werden somit auch nicht von PAC berücksichtigt.

Neben dem PDF/UA-Standard gibt es auch noch die internationale Richtlinie für barrierefreie Web-Angebote Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0) oder die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, BITV 2.0). Zwar gibt es sehr weitreichende Überschneidungen, aber weder die WCAG noch die BITV werden von PAC unterstützt und erfordern somit auch weitere Prüfungen. Weiterlesen

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Windows – Neue Sprache für Screenreader NVDA

Logo NVDABei der Entwicklung von Webseiten oder der Veröffentlichung von PDF-Dokumenten sollte der barrierefreie Zugang zu den Inhalten gewährleistet sein. Standards wie beispielsweise die WCAG (» Web Content Accessibility Guidelines) oder PDF/UA (» PDF Universal Accessibility) bieten hierfür die inhaltliche Grundlage.

Ob Ihre Dokumente oder Webseiten für sogenannte „Assistive Technologien“ wie Sprachausgabe oder Brailleschrift zugänglich sind, sollte auch mit einem ScreenReader getestet werden. NVDA steht als kostenfreies Open Source Projekt zur Verfügung und ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen den Zugang zu den Computerninhalten. NVDA kann nach dem Download (» NonVisual Desktop Access) dauerhaft installiert oder direkt und ohne Installation – auch auf einem USB-Stick – gestartet werden. Die dauerhafte Installation hat den Vorteil, dass auch Systemmeldungen von Windows vorgelesen werden können und ein Benutzerhandbuch zur Verfügung steht.

Standardmäßig wird die freie Sprachausgabe eSpeak genutzt, die allerdings für ungeübte Nutzer*innen zumindest gewöhnungsbedürftig ist.

Von Hedda vorlesen lassen

Für Windows (ab Version Vista und höher) kann die Microsoft Speech Platform – Runtime (» Download) und als passende Sprecherin „Hedda“ (» Download:  MSSpeech_TTS_de-DE_Hedda.msi) installiert werden, die sich deutlich natürlicher anhört.

Nach der Installation der SpeechPlatformRuntime und des MSSpeech-Sprachpaket Hedda muss der PC einmal neu gestartet werden. Starten Sie NVDA und passen Sie nun die Sprachausgabe an. Rufen Sie hierfür das NVDA-Menü mit der rechten Maustaste auf das NVDA-Symbol im Systembereich von Windows, oder über die Tastenkombination [Einfg] + [N] auf. Über dieses Menü kann NVDA auch wieder beendet werden.

Über den kleinen Pfeil im Systembereich von Windows und dann mit der rechten Maustaste auf das NVDA-Symbol kann das Menü geöffnet werden.Über den Menüpunkt Einstellungen > Sprachausgabe öffnet sich das Dialogfeld zur Auswahl der Microsoft Speech Platform.

Dialogfeld Sprachausgabe mit Auswahl der Sprachausgabe "Microsoft Speech Platform"

Anschließen kann über die Einstellungen > Stimmeinstellungen „Hedda“ als Stimme ausgewählt und bei dieser Gelegenheit auch direkt die Geschwindigkeit der Sprachausgabe individuell eingestellt werden.

Dialogfeld Stimmeinstellungen mit Auswahl der "Microsoft Server Speech Text to Speech Voice (de-DE, Hedda)

Hiermit haben Sie nun eine deutlich angenehmere Sprachausgabe für den Test von Webseiten oder barrierefreier PDF-Dokumente. So können die Semantik, Struktur oder auch Alternativtexte auf angenehmere Art und Weise angehört werden. Die Frage eines korrekten „Sprachwechsel“ kann – im Gegensatz zu korrekten Überschriften oder Listen – hiermit allerdings noch nicht beurteilt werden.

Barrierefreie Zeichnungen mit VISIO

Visio Pro für Office 365 und Visio 2016 (getestet mit Update Version 1711) bietet jetzt auch den Export als (annähernd) barrierefreies PDF-Dokument. Visio beinhaltet die Prüfung der Barrierefreiheit (ähnlich wie auch schon seit längerer Zeit in Word enthalten), Alternativtexte für Grafiken und Shapes (wenn kein Alternativtext angegeben ist, wird der Inhalt des Shapes übernommen, bei Verbindern die Verknüpfungen von und nach) sowie einen neuen Aufgabenbereich „Navigation“ zur Korrektur der Shape-Reihenfolge.

Visio 2016

Visio 2016 mit neuem Aufgabenbereich „Navigation“

Das Ergebnis ist noch nicht perfekt, kann sich aber durchaus sehen lassen:

Ansicht des PDF aus Visio

Ansicht der Tag-Struktur des exportierten PDF mit zusätzlicher Strukturansicht über PDFgoHTML-Addin

 

Videoaufzeichnungen und Präsentationen der PDF Days Europe 2017 verfügbar

Die Teilnehmer lobten die PDF Days Europe 2017 unter anderem für die topaktuellen Präsentationen. Hier sind die Videoaufzeichnungen der Vorträge zusammengefasst: https://www.pdfa.org/videoaufzeichnungen-und-praesentationen-der-pdf-days-europe-2017-jetzt-verfuegbar/?lang=de

PDF 2.0 & »Next-generation PDF«

PDF Days Europe, Mai 2017 in Berlin

Titel der Programmbroschüre

Die diesjährigen PDF Days standen unter dem Motto: „The future of PDF begins Here – PDF 2.0 and next-generation PDF“. Neben den klassischen Themen rund um die verschiedenen PDF-Standards wie PDF/A (Archivierung) oder PDF/X (Druckvorstufe), sind vor allem der in Kürze erscheinende neue PDF-Standard ISO 32000-2:2017 (PDF 2.0) und barrierefreie PDF (PDF/UA) im Fokus. Weiterlesen

PDF Days Europe 2017

Berlin, 15./16. Mai 2017

In diesem Jahr warten die PDF Days Europe mit einem ganz besonderen Programm auf, das einen Blick in die Zukunft von PDF werfen wird. Mit über 35 top-aktuellen Beiträgen werden alle spannenden Bereiche der PDF-Technologie beleuchtet; allem voran das bislang größte und weitreichendste Projekt der PDF Association mit dem Codenamen Camelot2.

Logo Camelot

„Camelot2“ ist der Projektname für eine Erweiterung der PDF-Technologie, die derzeit von der PDF Association entwickelt wird.

Das Camelot2-Projekt – sicherlich die tiefgreifendste und spannendste Weiterentwicklung in der PDF-Welt seit Jahren – vereint die Kernfunktionalitäten von PDF mit der Flexibilität der Webtechnologie. Das Projekt wird von vielen Mitgliedern der PDF Association in Zusammenarbeit mit Adobe Systems vorangetrieben.

Der eigentliche Name dieser Technologie, die Einsatzmöglichkeiten und der aktuelle Status werden in der Eröffnungspräsentation und weiteren Vorträgen der PDF Days Europe 2017 preisgegeben.

PC & EDV Support auf den PDF Days

Selber bin ich mit einem Beitrag zum Thema „PDF/UA in der Office-Welt“ auf dem PDF Days als Referent vertreten.

Logo Agenda

 

weitere Informationen auf der Website > pdfa.org

pdfa.org Logo

Acrobat: bald mit „Rückgängig“ bei Tag-Bearbeitung

Der Kollege Klaas von einmanncombo beschreibt in seinem Blog:

Nach vielen Jahren hat Adobe nun endlich auf die Nutzer gehört und endlich die Möglichkeit geschaffen, im Tag-Baum getätigte Arbeitsschritte rückgängig machen zu können. Dazu reicht ein simpler Klick in das Menü Bearbeiten > Rückgängig. Großartig publik gemacht wurde diese Neuerung auch nicht, die findet sich recht versteckt in den Ankündigungen zu den neuen Funktionen (https://helpx.adobe.com/de/acrobat/using/whats-new.html#tags_editor).

Leider hat die Sache einen kleinen Haken: Das Update steht nur für alle die ein Creative Cloud oder Acrobat Abonnement (auch Acrobat Acrobat DC Continuous Track genannt) abgeschlossen haben zur Verfügung.

Danke für den Hinweis. http://einmanncombo.de/darauf-habe-ich-gewartet-arbeitschritte-im-acrobat-tagbaum-rueckgaengig-machen/