VHS ichMOOC „Mein digitales Ich“

Logo ichMOOCNach dem ersten VHS-MOOC (Massive Open Online Course) „Wecke den Riesen auf„, der sich in erster Linie an vhs-Kursleitende, -Mitarbeitende und Kooperationspartner richtete, zwei VHS-barcamps (siehe Beiträge hier auf dem Blog), dem StrickMOOC und zahlreichen VHS-talks ist am 28. Mai der größte VHS-Kurs aller Zeiten: „Mein digitales Ich“ gestartet. Organisiert von der VHS Hamburg, VHS Bremen und der Fachhochschule Lübeck zeigt der vierwöchige Online-Kurs, wie die eigene Online-Identität gestaltet und für persönliche oder berufliche Ziele genutzt werden kann. Und es zeigt auch, wie sich Lernwelten verändern und Social Learning, bzw. Lehren und Lernen 2.0 in der VHS-Welt Einzug gehalten haben.

Inzwischen sind an dem kostenfreien Online-Kurs über 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet und es beteiligen sich über 60 Volkshochschulen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien. Konzipiert, moderiert und begleitet wird der Kurs von Nina Oberländer (Bremer VHS) und Joachim Sucker (Hamburger VHS).

Joachim Sucker und Nina Oberländer

Begleitend zu den Lernvideos der verschiedenen Lektionen des Kurses finden an über 30 Standorten zeitgleich – zu drei festen Terminen – die MOOCbars statt. In der MOOCbar können sich Kursteilnehmende treffen, austauschen und diskutieren; es wird per Video-Schaltung ein Experten-Interview in alle Standorte gestreamt und mit Chat, über den facebook ichMOOC Salon oder auf Twitter (#ichMOOC) begleitet.

Der eigentliche „massive, offene Online-Kurs“ (Massive Open Online Course) behandelt vier Schwerpunktthemen, die in der Regel als Experteninterview Woche für Woche freigeschaltet werden. Die Themen sind:

  1. mein digitales ICH im Netz – Selbstdarstellung und Profile
  2. mein digitales ICH und die Anderen – Kontakte und Communities
  3. mein digitales ICH und die Gesellschaft – Stress durch Soziale Netzwerke
  4. mein digitales ICH und die Maschinen – Was machen Maschinen aus meinen Spuren?

zu denen zahlreiche Netzaktivisten, Juristen und Kommunikationsfachleute,… gewonnen werden konnten (siehe Liste auf der MOOC-Plattform). Die meisten Lernvideos werden von kleinen Quizzes unterbrochen und stellen am Ende noch Aufgaben, die im Forum ausgeführt und diskutiert werden sollen. Viel Wert wird dabei darauf gelegt, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander agieren und beispielsweise ihre Profilfotos, Nicknames oder Selbstdarstellungen diskutieren. Und ich bin durchaus überrascht, wie zahlreich und ausführlich im Forum gepostet und geantwortet wird. Wer sich auch ohne Anmeldung zum Kurs einen Eindruck von den Lernvideos machen möchte, findet diese auf der YouTube-Playlist.

Neben den vier oben genannten Hauptthemen, werden für die MOOCbar-Dienstage noch zusätzliche Themen angeboten. Begonnen hatte es mit einem Beitrag der Theologin Birgit Aurelia Janetzky, das im Vorfeld schon zu ein wenig Irritationen geführt hatte: „Unsterblich oder schnell gelöscht? Das digitale Ich im Todesfall„. Ich selber war als Dozent und barkeeper  der MOOCbar bei der VHS in Köln schon sehr gespannt, ob und wie die Gäste an der MOOCbar mit dieser Vorgabe zum Einstieg umgehen werden.

Es wurden die Fragen zwar nicht sehr intensiv oder kontrovers diskutiert, aber es gab durchaus Interesse und Bedarf zu fragen, was mit dem digitalen Ich geschieht, wenn die reale Person dahinter stirbt. Oder was aus den Daten und Accounts wird, welche rechtlichen Fragen zu beachten sind…

Die zweite MOOCbar beschäftigt sich mit dem Thema: „Vorbilder oder Alleinunterhalter? Das digitale Ich der Meinungsmacher„. Das Live-Interview wird mit mit André Krüger – auch bekannt als @Bosch – stattfinden und die Fragen aufwerfen, was es für ein Gefühl ist, diese große Aufmerksamkeit zu bekommen?
Wie war der Weg dahin? Wer und wo sind die Popstars im Internet und womit erzeugen sie Aufmerksamkeit?

 

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2 Gedanken zu „VHS ichMOOC „Mein digitales Ich“

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