Windows 7 – Nachbarschaftshilfe

Logo Microsoft Windows 7Schon die älteren Windows-Systeme boten die Möglichkeit der Remote-„Nachbarschaftshilfe“. Leider war diese Möglichkeit häufig nur über Mausklicks-Kaskaden und Einstellunge an Netzwerk und Firewall erreichbar. Dies ist nun mit der Windows-Remoteunterstützung sehr vereinfacht worden.

Mit Hilfe einer einfach zu erstellenden Einladung zur Remoteunterstützung können Hilfesuchende und Hilfegebende zusammenkommen, ohne tiefere Kenntnisse über und Eingriffe in die Netzwerkumgebung. Gestartet wird die Unterstützung auf beiden Seiten über Alle Programme… – Wartung, einen enstprechenden Eintrag in Hilfe und Support, oder direkt über das Suchfeld im Start-Menü. Geben Sie msra.exe ein oder suchen Sie über das Stichwort „remote„. (verwechseln Sie aber nicht die Remotedesktopsteuerung (RDC) mit der Windows-Remoteunterstützung).

Der Startbildschirm für die Remoteunterstützung für "Helfer" und "Geholfenem"

Entscheiden Sie, ob Sie Hilfe leisten oder erhalten möchten.

Ich wünsche Hilfe

Laden Sie eine vertrauenswürdige Person ein, Ihnen Unterstützung zu geben. Es stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung, die Remoteverbinung aufzunehmen. Innerhalb eines Netzwerkes geht es mit EasyConnect schnell und einfach. Ein paar mehr Schritte sind notwendig, wenn die Hilfe über das Internet kommen soll.

Einladung versenden

Innerhalb eines Netzwerkes können Sie die Einladung mit EasyConnect versenden. Über das Internet stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung, die Einladung per Mail zu senden

Entscheiden Sie sich hier für E-Mail, wird eine Einladungsmail mit fertigem Anhang erstellt. Haben Sie kein Standard-Mailclient installiert, können Sie die Einladung auch als Datei abspeichern und zum Beispiel per Webmailer versenden.

Mit der Erzeugung der Einladung wird auch ein Passwortfenster angezeigt. Dieses Passwort muss noch per Telefon oder Chat an die hilfegebende Person übermittelt werden.

Einladung mit Einmalpasswort

Verbindungsaufname mit EasyConnect,...

Verbindung per Mail

...oder per E-Mail

Nun ist die Unterstützerin an der Reihe, die Einladung anzunehmen.

Ich biete Hilfe an

Hilfe-Passwort eingebenHat die hilfbietende Person die Einladung per E-Mail erhalten, reicht es, die Anlage zu öffnen. Grundsätzlich kann die Verbindung aber auch über den selben Weg aufgebaut werden, wie die Hilfe angefordert wurde (siehe Screenshot oben, Hilfe anbieten). In jedem Fall ist die Eingabe des Passwortes notwendig.

Jetzt wird geholfen…

Die Passworteingabe alleine ist aber auch noch nicht ausreichend. Die Verbindung wird entgültig nur dann hergestellt, wenn die Verbindung vom Hilfesuchendem nochmals bestätigt wird. Somit (und mit einer in der Regel 6-stündigen  Gültigkeit der Einladung) wird gewährleistet, dass die Verbindung auch nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Hilfesuchenden zustande kommen kann.

Verbindung erlauben

Nach dieser Bestätigung wird die Verbindung hergestellt und es erscheint das Remotunterstützungsfenster.

Als Unterstützung erhaltende Person sind Sie immer darüber informiert, was passiert und Sie können die Verbindung jederzeit beenden oder anhalten. Während der Pause (anhalten) sieht die helfende Person Ihren Desktop nicht und Sie können zwischendurch zum Beispiel eine vertrauliche E-Mail lesen.

Steuerung der Remotunterstützung

Steuerung der Remoteunterstützung durch den Hilfesuchenden

Die Helferin sieht den Destop des Hilfesuchenden und kann per Chat kommunizieren, aber den PC noch nicht „übernehmen“ und steuern.

Remotfenster der helfenden Person

Das Remotefenster der helfenden Person mit Chat

Maus und Tastatur übernehmen

Möchte die Helferin den entfernten PC steuern, kann die Maus und Tastatur übernommen werden: Schaltfläche „Steuerung anfordern“ Auch dies muss explizit gestattet werden.

Steuerung des entfernten Rechners wurde angefordert

Steuerung des entfernten Rechners wurde angefordert.

…Pause und Ende.

Pausefenster

Advertisements

2 Gedanken zu „Windows 7 – Nachbarschaftshilfe

    • Hallo Constantin,

      mir ging es primär um die Windows-Bordmittel, aber trotzdem danke für den Hinweis. Dies möchte ich ein klein wenig ergänzen, denn für den Fernzugriff gibt es verschiedene Tools auf dem Markt, die sehr häufig für den Privatnutzer kostenlos sind. Zum Beispiel wäre da das VNC-Tool der Computerzeitschrift c’t, dass über Routergrenzen hinweg eine direkte (!) VNC-Verbindung aufbaut (siehe http://www.heise.de/netze/tools/fernwartung). Vorteil: es wird kein Dienstleister „in der Mitte“ benötigt, der die Verbindung vermittelt; Nachteil: es wird als Vorbereitung eine feste IP oder eine DynDNS-Adresse benötigt.
      Ein weiteres, sehr verbreitetes Fernwartungstool – ähnlich wie Mikogo – ist TeamViewer (http://www.teamviewer.com/de/index.aspx), welches es auch in einer portablen USB- und für den privaten Einsatz kostenlosen Variante gibt. Dieses Tool, Mikogo und viele andere Tools finden sich auch in dem c’t Softwareverzeichnis (www.heise.de/software) in der Rubrik: „Netzwerk & Server – Remote Access“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s