Barrierefreie Tabellen in PDF-Dokumenten, Teil 2

In diesem 2. Teil der kleinen Reihe von Videos zum Thema barrierefreier Tabellen in PDF-Dokumenten wird noch einmal die Prüfung – insbesondere von einfachen und komplexen Tabellen – mit dem „PDF Accessibility Checker“ angesprochen und auf Unterschiede zwischen PAC 2 und PAC 3 eingegangen. Anschließend werden die Optionen und die konkrete Fehlerkorrektur mit dem Tabellen-Editor von Adobe Acrobat gezeigt. Hierbei werden auch Neuerungen des Updates von Acrobat DC aus dem November 2017 gezeigt.

Der kommende Teil 3 behandeln dann die Fehlerkorrektur mit axesPDF QuickFix.

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PDF Days & Post-Conference

PDF Accessibility Best Practices

Logo PDF Days 2018Die PDF Days Europe sind Treffpunkt der gesamten PDF-Branche, bei der sich Endanwender, Entwickler und Hersteller gleichermaßen über die neuesten Trends aus dem PDF-Bereich informieren können. Auf den diesjährigen PDF Days Europe 2018 vom 14. – 15. Mai 2018 in Berlin bin ich mit dem Vortrag „PDF/UA in der Office-Welt – Barrierefreie PDF mit Bordmitteln – Möglichkeiten und Grenzen“ am ersten Tag vertreten.

Direkt im Anschluss an die PDF Days Europe 2018, am 16. Mai, finden im Rahmen der Post-Conference am selben Veranstaltungsort zahlreiche Workshops statt. Zur Auswahl stehen unter anderem

  • Barrierefreiheit für designlastige Publikationen – mit InDesign & MadeToTag
    axaio software. In diesem Mitmach-Tagesworkshop lernen Sie, wie Sie zielführend beim Erstellen von barrierefreien PDFs aus Adobe InDesign vorgehen.
  • PDF Accessibility Best Practices 2018 – Microsoft Office / axes4 Use Cases, Werkzeuge, Trends und Praxistipps rund um das effiziente Erstellen barrierefreier PDF-Dokumente

Als Bestandteil des PDF Accessibility Best Practices-Workshop werde ich in einem Teil praktische Beispiele mit Microsoft Office beisteuern: Sauber arbeiten mit Microsoft Office Word. Was muss ich beim Anlegen von Dokumenten beachten damit ein optimaler Workflow gelingt. Arbeiten mit Formatvorlagen, saubere Tabellen und Listen anlegen, Alternativtexte für Illustrationen verwenden…

Hier geht es

Barrierefreie Tabellen in PDF-Dokumenten

Teil I/III: PDF-Dokumente mit Word erstellen

In einer kleinen Reihe von Videos geht es um das Thema barrierefreier Tabellen in PDF-Dokumenten. Teil 1 behandelt die Erstellung von PDF-Dokumenten mit Word 2016 / 365. Gezeigt werden für den PDF-Export relevante Einstellungen bei den Word-Tabellen und die anschließende Prüfung mit dem PDF Accessibility Checker (PAC 3.0).

Die Teile 2 und 3 der Reihe behandeln dann die Fehlerkorrektur mit Adobe Acrobat sowie mit axesPDF QuickFix und folgen in den kommenden Wochen.

PAC 3.0: Prüfung von PDF Dokumenten auf Barrierefreiheit. Jetzt auch in deutscher Sprache.

Bildschirmfoto des PDF Accessibility Checkers PAC 3.0Zur Prüfung von PDF-Dokumenten auf Barrierefreiheit ist das kostenfreie Tool „PDF Accessibility Checker“ (PAC) der Stiftung Zugang für alle seit vielen Jahren ein unverzichtbares Helferlein.

Seit der Version 2.0 wird mit PAC der ISO-Standard PDF/UA (PDF Universal Accessibility) angewendet und die maschinell prüfbaren Fehlerbedingungen des sogenannten Matterhorn-Protokolls getestet. Das Matterhorn-Protokoll besteht aus 31 Prüfpunkten mit insgesamt 136 Fehlerbedingungen, welche die in PDF/UA-1 definierten Anforderungen an das Dateiformat präzisieren. 87 dieser Fehlerbedingungen können durch ein Programm geprüft werden. 47 Fehlerbedingungen erfordern die interaktive Bewertung durch einen menschlichen Prüfer und werden somit auch nicht von PAC berücksichtigt.

Neben dem PDF/UA-Standard gibt es auch noch die internationale Richtlinie für barrierefreie Web-Angebote Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0) oder die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, BITV 2.0). Zwar gibt es sehr weitreichende Überschneidungen, aber weder die WCAG noch die BITV werden von PAC unterstützt und erfordern somit auch weitere Prüfungen. Weiterlesen

InDesign CC2018 – Verbesserungen und Probleme bei der Barrierefreiheit

Beim letzten großen Update von #InDesign auf die Version 13 (CC 2018) wurde, neben vielen funktionalen Neuerungen, auch das Arbeiten in Bezug auf das Thema #Barrierefreiheit stark überarbeitet. In seinem Blog beschreibt der Kollege Klaas Posselt Licht und Schatten der aktuellen Version und kommt dabei leider zu dem Schluss: „aktuell vom Einsatz von InDesign CC 2018 für die Erstellung und Ausgabe von barrierefreien Dokumenten“ abzuraten.

Hier zum Beitrag auf dem Blog: einmanncombo.de

Windows – Neue Sprache für Screenreader NVDA

Logo NVDABei der Entwicklung von Webseiten oder der Veröffentlichung von PDF-Dokumenten sollte der barrierefreie Zugang zu den Inhalten gewährleistet sein. Standards wie beispielsweise die WCAG (» Web Content Accessibility Guidelines) oder PDF/UA (» PDF Universal Accessibility) bieten hierfür die inhaltliche Grundlage.

Ob Ihre Dokumente oder Webseiten für sogenannte „Assistive Technologien“ wie Sprachausgabe oder Brailleschrift zugänglich sind, sollte auch mit einem ScreenReader getestet werden. NVDA steht als kostenfreies Open Source Projekt zur Verfügung und ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen den Zugang zu den Computerninhalten. NVDA kann nach dem Download (» NonVisual Desktop Access) dauerhaft installiert oder direkt und ohne Installation – auch auf einem USB-Stick – gestartet werden. Die dauerhafte Installation hat den Vorteil, dass auch Systemmeldungen von Windows vorgelesen werden können und ein Benutzerhandbuch zur Verfügung steht.

Standardmäßig wird die freie Sprachausgabe eSpeak genutzt, die allerdings für ungeübte Nutzer*innen zumindest gewöhnungsbedürftig ist.

Von Hedda vorlesen lassen

Für Windows (ab Version Vista und höher) kann die Microsoft Speech Platform – Runtime (» Download) und als passende Sprecherin „Hedda“ (» Download:  MSSpeech_TTS_de-DE_Hedda.msi) installiert werden, die sich deutlich natürlicher anhört.

Nach der Installation der SpeechPlatformRuntime und des MSSpeech-Sprachpaket Hedda muss der PC einmal neu gestartet werden. Starten Sie NVDA und passen Sie nun die Sprachausgabe an. Rufen Sie hierfür das NVDA-Menü mit der rechten Maustaste auf das NVDA-Symbol im Systembereich von Windows, oder über die Tastenkombination [Einfg] + [N] auf. Über dieses Menü kann NVDA auch wieder beendet werden.

Über den kleinen Pfeil im Systembereich von Windows und dann mit der rechten Maustaste auf das NVDA-Symbol kann das Menü geöffnet werden.Über den Menüpunkt Einstellungen > Sprachausgabe öffnet sich das Dialogfeld zur Auswahl der Microsoft Speech Platform.

Dialogfeld Sprachausgabe mit Auswahl der Sprachausgabe "Microsoft Speech Platform"

Anschließen kann über die Einstellungen > Stimmeinstellungen „Hedda“ als Stimme ausgewählt und bei dieser Gelegenheit auch direkt die Geschwindigkeit der Sprachausgabe individuell eingestellt werden.

Dialogfeld Stimmeinstellungen mit Auswahl der "Microsoft Server Speech Text to Speech Voice (de-DE, Hedda)

Hiermit haben Sie nun eine deutlich angenehmere Sprachausgabe für den Test von Webseiten oder barrierefreier PDF-Dokumente. So können die Semantik, Struktur oder auch Alternativtexte auf angenehmere Art und Weise angehört werden. Die Frage eines korrekten „Sprachwechsel“ kann – im Gegensatz zu korrekten Überschriften oder Listen – hiermit allerdings noch nicht beurteilt werden.

Frohes neue Jahr 2018

Für das entgegengebrachte Vertrauen und die erfolgreiche Zusammenarbeit im vergangenen Jahr bedanke ich mich recht herzlich. Für all‘ die kleinen und großen Vorhaben, Projekte und Aufgaben im neuen Jahr wünsche ich alles Gute und viel Erfolg.

Zitat von Antoine de Saint-Exupery: "Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung" auf einem Foto mit Blick in eine Straße ohne Autos. Normalerweise ist diese Straße immer mit Autos zugeparkt und kaum ein durchkommen – auch nicht für Fußgänger. Daher der Untertitel: “#BarrierFrei hat viele Gesichter”.

Mit besten Wünschen für 2018